Das ist eine gute Beziehung – astrologisch gesehen.

Was ist eine gute Beziehung? >> astrologisch gesehen!

Das ist eine Frage!!!

Das ist eine Frage, an die man sich nicht so gerne rantraut – so meine Erfahrung.
Astrologisch gesehen, gelten als gute Beziehungen, wenn die beteiligten Sonnenzeichen im Trigon zueinander stehen, das habe ich schon oft gelesen.
Na gut, na gut, na gut, ich rege mich nicht auf. (Tue ich sowieso seltenst. 😉 )
Dazu sage ich: Das ist Küchen-, Blödzeitungs- oder billigste Unterhaltungsastrologie. (Meine Ansicht darüber habe ich auch schon oft auf Facebook mitgeteilt.)
Oder: Die Sonnenzeichen, die in Opposition oder im Quadrat zueinander stehen, sind mit Sicherheit problematisch!
Ach, ach und nochmals ach.
Diesen Blödsinn (in Variationen) kann man oft im Netz lesen.
Ich will niemanden mit Unsinnigkeiten langweilen, den Spiegel vorhalten oder belächeln.
Es ist ganz einfach so: Menschen suchen nach Gewissheiten und Sicherheiten, nach Zuverlässigkeit und einer dauerhaften herzlichen Zweisamkeit.
Deswegen kommen solche Blüten zustande. Ich meine, es geschieht aus Unwissenheit heraus.
Unwissenheit erleben und haben wir alle immer wieder auf unterschiedliche Art.
Das ist normal.
Es ist nur die Frage, so finde ich, ob man in der Unwissenheit (aus welchen Gründen auch immer) stecken bleibt.

Also: Was ist eine gute Beziehung?

Ich kann die Frage auf der Metaebene, zeitgemäß und weitgehend ideologiefrei beantworten.
Jeder, der es konkret wissen will, muss es auf der konkreten Ebene, im praktischen Leben selbst beantworten.

Eine gute Beziehung ist nicht im Astrogramm zu finden.
Man kann in einem Astrogramm die Themen, die in einer Beziehung relevant sind, finden.
Man kann in einem Astrogramm erkennen, wie die Themen prinzipiell zueinander gestellt sind.
Man kann behaupten oder auch vermuten, sie stehen in Reibung, in Opposition oder in Harmonie zueinander.

Das sind Aussagen auf der astrologischen Ebene, mit astrologischem Wissen. Wie diese Themen gelebt werden, steht nicht im Astrogramm geschrieben.
Denn: Wie Menschen ihre Beziehung miteinander, gegeneinander, durcheinander leben, ist von dem Bewusstseinsgrad des Paares und den Beinhaltungen der astrologischen Beziehungen abhängig.


Stehen die Sonnen eines Paares sich in den Zeichen
Löwe <> Wassermann,
Zwilling <> Schütze,
Jungfrau <> Fische,
Steinbock <> Krebs,
Skorpion <> Stier,
Widder <> Waage
gegenüber, spricht man von Oppositionen.
Wie das Wort schon sagt, sind diese Zeichen gegensätzlich in ihren Ausrichtungen, in der Lebensart und den Lebensthemen. Das kann ein Problem sein, muss es aber nicht.

Denn: Nicht die Konstellation, sondern die Intention des Zusammenlebens ist das Wichtige!

Falls die beiden “Oppositionellen” in ihrer Lebensintention ähnlich ausgerichtet sind, kann es Diskussionen um die Art und Weise der Ausführung einer Tätigkeit, doch nie um eine grundsätzliche Infragestellung des Ziels geben.
Die Intention findet sich in dem Combin eines Paare im Geistpunkt. Das ist der Punkt, in dem gespiegelt ist: “wes Geistes Kind” die Beziehung ist.
Damit ist auch schon schnell und einfach klar, dass es sicher interessant, doch in vielen “Fällen” unwichtig ist, wie die Sonnenzeichen zueinander stehen.

Also: Was eine gute Beziehung ist, lässt sich nicht einfach und nur mit dem Stand der Sonnen / Sonnenzeichen zueinander erkennen.

Außerdem: Wichtig ist, auf welcher Bewusstseinsebene z.B. Venus und Mars gelebt werden. Das kann man nicht im Geburtshoroskop erkennen. Die Lernprozesse, die z.B. Venus und Mars im Laufe des Lebens gemacht haben, welche Traumata sie erlebt haben, welche Glaubenssätze über das Männliche, das Weiblich und das Geschlechtliche überhaupt in ihnen gespeichert und aktiv sind, bilden ein Konglomerat von Zuständen und Bezügen, das nicht über ein Horoskop zu erkennen ist.

Also, was nun?
Ist eine astrologische Beratung in Beziehungsfragen denn überhaupt sinnvoll?

Klare Antwort: Aber sicher, ja und nein!
Wenn man sich dort Tipps abholt, welche Konstellation zu einem passt, damit man (oder wir) glücklich und zufrieden miteinander leben kann, mögen die Aussagen eines Astrologen/einer Astrologin interessant und vielleicht sogar zutreffend sein.
Doch dann hat “Mensch” das Konzept im Kopf, schaut sich im Leben nach einem anderen Mensch mit entsprechender Konstellation um und stellt z.B. fest, dass die Bildung und die Lebensumstände des astrologisch Passenden im praktischen Leben (auch Alltag genannt) nicht zu den eigenen Lebensverhältnissen passen.
Geht man so vor, legt man ein logisches, geistiges, vielleicht sogar ideologisches Konzept über das Leben.
Meiner Erfahrung nach geht das einige Zeit gut, doch dauerhaft und haltbar ist es wahrscheinlich nicht, weil, ja weil…
Weil mit dieser Vorgehensweise die Struktur einer Beziehung als lebbar erkannt wird, doch die Liebe nicht zu strukturieren, nicht zu leiten und nicht zu befehlen ist.

Anders herum wird ein Schuh draus:
Man ist in einer Beziehung.
Man holt sich Tipps aus den Spiegeln der beiden Geburtshoroskope oder der Combins.
Man setzt sich mit den Inhalten und Strukturen auseinander und schafft auf diese Art und Weise Verstehen, Verständnis und Bewusstsein füreinander.
Die Beziehung kann ein dynamisches Feld sein und werden.


Nochmals: Was ist eine gute Beziehung?

Die astrologische Konstellation zeigt die Themen einer Beziehung im astrologischen Spiegel.
Menschen leben die Beziehung.
Leben ist Bewegung.
Leben ist lernen.
Miteinander in einer wie auch immer gearteten Beziehung zu sein, ist miteinander in Dynamik lernen und leben.
Die Basis sind Menschen mit ihrer Menschlichkeit.
Die Basis kann Liebe sein.
Die Basis ist bestenfalls Liebe.

Das ist eine gute Beziehung:

Leben, lassen, lieben.

Ob mit oder ohne astrologische Beratung, ist nicht so wichtig, finde ich.