Die Grundlagen II “Erlebensorientiert”


Nur wer lebt, kann erleben.
Wer erlebt, kann besser leben.
Wer bewusst erlebt, ist auf dem Weg zum Leben.
Wer lebt, hat das Leben, die Stille, die Ruhe und den Frieden.

Warum denn nicht Astrologie erleben?
Schaden tut es offensichtlich nicht.
Aber ob es hilft, das Erleben, die Astrologie?

Erleben ist für alle da, außer für die, die es nicht wollen, und es ist auch nicht da für die, die es nicht können, weil sie schon zu abgestorben und vielleicht sogar allzu tot sind.
Für alle anderen steht das Erleben offen.
Erleben ist der Weg zum Leben, zum schrittweise lebendiger werden,
zum zu sich kommen.
Erleben ist die Subjektivität der Wahrheit erfahren.
Erleben ist eine kurzfristige, vielleicht sogar sekundenmäßige Wahrheit. Diese Wahrheit währt nicht lange, die nächste wartete schon.

Erleben macht Identifikation möglich.
Vollständiges Erleben ist Identifikation.
Ohne Identifikation mit einem astrologischen Prinzip findet keine Erfahrung des Prinzips statt.
Ohne Identifikation kein Erleben.
Was im Endeffekt geschieht, wenn keine Identifikation stattfindet, ist sehr interessant.
Es entwickelt sich kein wirkliches Wissen, es kommt keine handfeste, erlebt Basis, auf der man eine konstruktiv zielführende Orientierung aufbauen kann, zustande.
Ohne Erleben findet Wissen, ohne Fleisch, ohne Körper, einfach totes Wissen statt. Es ist gedacht. Nichts anderes.
Das vom Körper gelöste Wissen kann man sehr gut zum (lebensfernen) Gott erheben!
Erlebtes kann man nicht zum lebensfernen Gott machen, denn das Erleben ist flüchtig, es eilt aus sich heraus zum nächsten Erleben.
Diese dem Erleben innewohnende Eigenart kann man zur Transformation der vorgefundenen, noch nicht bewusst erlebten astrologisch definierten Zustände nutzen.
Ich „übernehme“ / erlebe den Zustand und lasse ihn sich entwickeln.
Entwicklung ist Transformation!
Ist das bekannt?
Wissen kann niemand entwickeln, man kann anderes, neues Wissen hinzufügen und „wissen“, man kann wissen ändern und vervollständigen, man kann es nicht transformieren.
Handfestes Wissen entsteht auf der Basis des Erlebens.
Erlerntes Wissen ist Wissen aus zweiter Hand oder Buchwissen.
Man kann versuchen, es sich zu eigen zu machen. Dabei kann man sich dem Wissen anpassen. Das heißt auch, man kann die Realität dem Wissen anpassen. Dann ist man schnell bei Ideologie, Religion und wie es neudeutsch heißt, bei Fakenews, ohne sie als solche zu erkennen.
Erfahren, erleben, fühlen, reflektieren, dann kommt das Wissen.
Dieses so entwickelte handfeste Wissen ist fließend, es ist bewegt, lebendig, ist erlebbar.
Es ist gelebtes Wissen.
Die Einladung gilt: Komme von der gewussten Aussage der herkömmlichen Astrologie über das Erleben zur Identifikation (oder umgekehrt). So kann man selbst diese nächste Identifikation überwinden und weiter in den bewussten Prozess der Transformation eintreten, um in die Mitte des Astrogramms zu kommen.
Von dort geht alles aus.

Erleben macht das Überwinden der Identifizierung möglich.
Schritt für Schritt, immer tiefer in sich hinein.
Bis zur endgültigen Form und zum endgültigen Inhalt.

Bewusstes Erleben löst die bisherige Identifikation auf und bringt zur nächsten Stufe der Identifikation (des Bewusstseins).
Bis es das ist, was es ist.
Saturnenergie ist das An-ständige und nicht mehr angefüllt mit Inhalten.
Priapus ist Vitalität und lässt sich nicht mehr mit Moral und sonstigem Gequatsche anfüllen.
Venus ist Venus und lehnt jede Projektion ab.

Jeder Punkt im Astrogramm ist einerseits aus und nur aus sich selbst in seiner Eigenart und Wirkung.
Jeder Punkt im Astrogramm ist andererseits mit und durch andere bedingt in seiner Eigenart und Wirkung.

> Man kann nicht wissen, man kann bestenfalls behaupten, es wäre wirklich, wenn die Erfahrung, das Erleben, die Identifikation fehlt.
> Oder man ist zu dem Wissen geworden.
Dann hat man es erlebt, ist identifiziert und ist so, wie man ist.
Dann ist man die Grundenergie und zugleich jeder Punkt im Astrogramm geworden.
Das ist ein Bild dafür, dass man so ist, wie man ist.

Mit dem Mittelpunkt des Geburtshoroskops kann man sich nicht identifizieren, weil er leer ist. Man mag meinen, „leer“ wäre auch eine Identifikation, doch das ist ein Irrtum. Man kann sich hypnotisieren und meinen, dass man leer und in der Mitte des Astrogramms wäre.

Die Mitte kann man noch nicht einmal sein.
Selbst das wäre zu viel.
Die Mitte ist die Mitte und sonst nichts?
Das stimmt auch wieder nicht.
Die Mitte ist mehr…?
Das stimmt erst recht nicht!
Ach, finde es selbst heraus!

Das Zentrum des Astrogramms ist Liebe.
Das Zentrum wird durch das Zentrum dargestellt.
Das Zentrum ist leer.
Das Zentrum ist Liebe.
Das Zentrum bist Du selbst.
Das Zentrum ist ohne Identifikation.
Das Drumherum sind die Äußerungen des Zentrums.